Die Nachkommen des Fischmeisters Petrus Pittner aus Grünthal

ein Rundgang durch die Geschichte

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Geschichte der Familie Pittner

Seit Generationen besinnt sich unsere Familie Pittner auf ihre Das Fischmeister-Haus in Grünthal
Wurzeln. Sie fragt, woher sie kommt,wie sie gelebt hat und wie die Vorfahren durch viele Jahrhunderte hinweg sich gegen alle Widrigkeiten des Lebens behauptet haben. Aus diesem Grunde hat die Erinnerung an die Vorfahren und die Beschäftigung mit der eigenen Vergangenheit in unserer Familie einen hohen Stellenwert. Nicht zuletzt das Familienwappen ist Ausdruck dieser familiären Gesinnung.

Wir bewegen uns in der sudetendeutschen Heimat im Kreis Podersam , Gerichtsbezirk Jechnitz nahe der tschechischen Grenze. Dort liegt das kleine Dorf Wallisgrün, das früher bis ca. 1770 Heinrichsdörfl hieß. Von dort stammt der älteste bekannte Vorfahr, Petrus Pittner, geboren um 1725. Von Beruf war er Fischmeister und als solcher der Begründer einer langen beruflichen Tradition. Er hatte mit seiner Ehefrau Eva drei Kinder: Carolus Vitus, Stephanus und Joachim Franziskus. Der jüngste Sohn wurde am 22.08.1756 in Wallisgrün geboren und ging um 1785 weg von Wallisgrün nach Grünthal, um dort als gräflicher Fischmeister im Hofgut Hochlibin zu arbeiten und die dortigen Fischteiche zu betreuen. Aus seiner Ehe mit Anna Marie Schreier aus Pastuchowitz gingen 10 Kinder hervor. Der älteste Sohn Josef Pittner kam am 08.06.1791 in Grünthal im Fischmeister-Haus zur Welt. Er übernahm der Tradition entsprechend als ältester Sohn den Beruf des Vaters und ehelichte im Jahre 1818 die aus Pastuchowitz stammende Maria Elisabeth Tschischka. Ältester Sohn dieser Ehe ist Josef Pittner, geboren am 28.03.1825 in Grünthal. Auch er arbeitete als Fischmeister.

Im Jahre 1862 legte die Herrschaft viele Teiche trocken, da diese Form der Teichbewirtschaftung unrentabel geworden war. Aus diesem Grunde verkaufte der Fischmeister Pittner sein Haus in Grünthal Nr. 51 und kaufte am 01.05.1862 das Haus Nr. 10 in Schaar, welches seitdem genannt wurde „beim Fischmeister“.

So übersiedelte also die gesamte Familie nach Schaar. Ein harter Schlag traf die Familie schon drei Jahre später, als das neu gekaufte Haus bei einem großen Brand in Schaar den Flammen zum Opfer fiel. Doch das Haus wurde wieder aufgebaut. Familie Tattermusch in Tlesko Nr. 5 im Jahre 1915

Josef Pittner heiratete die aus Nedowitz stammende Anna Ringmayer. Aus der Ehe gingen drei Söhne hervor: Franz, Josef und Friedrich Pittner.Der jüngste Sohn wurde 30.01.1859 in Grünthal geboren. Er war der letzte der Familie Pittner, der im dortigen Fischmeister-Haus geboren wurde. Von Beruf war er konzessionierter Musikproduzent und Landwirt. Er leitete die Schaarer Musikkapelle und war weit in der Gegend wie sein Bruder Josef für seine Musik bekannt. Er heiratete im Jahre 1881 die aus Nedowitz stammende Albina Schmid. Fünf Kinder wurden der Ehe geschenkt: Josef, Maria, Franz, Albin und Josefa Pittner. Der älteste Sohn Josef Pittner wurde geboren am 25.11.1883 in Schaar 7. Er ging in das Nachbardorf Tlesko und heiratete 1908 die von dort stammende Franziska Tattermusch. Die Ahnen Tattermusch lassen sich zurück verfolgen bis zum Jahr 1630. Stammheimat ist Nedowitz. Der Großvater der Franziska, Franz Stefan Tattermusch (1824-1906) ging von Nedowitz nach Tlesko und war viele Jahre lang Ortsvorsteher von Tlesko.

Familie Josef Pittner und Marianne Pittner (geb. Mally) mit Josef Fiedrich und MarianneJosef und Franziska Pittner bauten das Haus Tlesko Nr. 5 aus und bewirtschafteten die dortige Landwirtschaft. Der Ehe wurden vier Kinder geschenkt: Josef, Friedrich, Frieda und Albin Pittner. Der Familienvater Josef Pittner verstarb am 21.09.1934 in den frühen Morgenstunden zu Hause in Tlesko nach einem Schlaganfall. Nun musste der älteste Sohn Josef Pittner die Landwirtschaft übernehmen. Er ehelichte am 08.09.1944 in Jechnitz die aus Drahuschen stammende Marianne Mally. Sie war dort am 24.09.1919 als Tochter des Heinrich Mally und der Marie Porner geboren worden.

Doch schon kurz nach der Hochzeit musste der Ehemann wieder in den Krieg ziehen. Genau zwei Jahre später mussten alle Deutschen die Heimat der Altväter verlassen und wurden in die russische Besatzungszone gebracht. In Riestedt fand man ein neues Zuhause. Später kam auch der Familienvater aus der Kriegsgefangenschaft wieder heim. Nun war die Familie wieder vereint. In Riestedt bauten sie sich eine neue Existenz auf. Josef Pittner arbeitete in der Lederwarenfabrik in Sangerhausen. Nebenbei wurde auch Landwirtschaft betrieben. Der Ehe wurden acht Kinder geschenkt: Josef, Friedrich, Marianne, Franz, Monika, Werner, Rudolf und Gertrud Pittner. Die Familie wuchs und gedieh; Kinder und Enkel wurden geboren. Heute trifft man sich nach wie vor gern in Riestedt zu Familienfeiern und gemeinschaftlichen Aktionen.

Möge unserer Familie auch weiterhin Glück und Zufriedenheit beschieden sein!

 


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